Zusammenarbeit Entwickeln.

Wir organisieren in regelmäßigen Abständen Blockseminare zu den Themen: (Anti-) Rassismus, (Post-) Kolonialismus, Empowerment, Critical Whitness, koloniale Kontinuitäten, Vorurteilabbau, kritische Entwicklungszusammenarbeit, …

Die Blockseminare finden an der TU Berlin statt und die Studierenden können nach erfolgreichem Abschluss des Seminars 6 ECTS-Leistungspunkte in ihrem Studium (Freier Wahlbereich / FüS) einbringen.

Im Folgenden stellen wir exemplarisch kurz das Blockseminar aus dem Sommersemester 2015 vor. Wir hoffen, dass wir auch im Sommersemester 2016 wieder ein Blockseminar „Koloniale Spuren?!“ anbieten können.


Koloniale Spuren?!

Ein rassismuskritischer Blick auf Leben, Studium und Beruf.

In der Welt von heute sind globale Verflechtungen sowohl im beruflichen, wie auch im privaten Leben zur Alltäglichkeit geworden. Inwiefern prägen Vorstellungen von „uns“ und „den Anderen“ die zwischenmenschlichen Beziehungen? Wie sind unsere Sichtweisen und alltäglichen Handlungen von Stereotypen und Verallgemeinerungen beeinflusst? Welche Rolle spielen (post-)koloniale Zusammenhänge in der Projektarbeit und im Beruf?

Ausgehend von der Annahme, dass Rassismus keine rechtsextreme Randerscheinung, sondern in der Mitte der Gesellschaft verankert ist, wollen wir gemeinsam in zwei 3-Tages-Blockseminaren eine Sensibilisierung von Stereotypen, Rassismen und kolonialen Kontinuitäten erarbeiten. Über partizipative Übungen und interaktive Methoden beschäftigen wir uns dabei u.a. mit folgenden Fragestellungen:

 Was ist Rassismus? | Woher kommt er?
 Wie wirkt sich Rassismus heutzutage aus? | Was bedeutet das für uns?
 Was sind koloniale Kontinuitäten? | Welche Rolle spielen sie in unserem Alltag und Beruf?

Ziel des Blockseminars ist es Theorie und Praxis miteinander zu verbinden und herauszuarbeiten, wie das Thema mit dem eigenen Leben, Denken und Handeln zusammenhängt. Ausgangspunkt dafür ist das Verständnis, wonach jede_r einzelne Seminarteilnehmende die Welt von heute prägt und morgen prägen wird und damit eine Verantwortung für die Gesellschaft, in der wir leben, übernehmen muss. Besonders Studierenden der technischen Wissenschaften soll es erleichtert werden, ihr eigenes Handeln rassismuskritisch zu beleuchten sowie individuelle & berufliche Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Das Seminar besteht aus zwei 3-tägigen Blockseminaren Ende Mai sowie Ende Juli oder August 2015 (genauer Termin wird zusammen mit den Teilnehmenden festgelegt). Im ersten Blockseminar wird es neben einem Einstieg zu Erwartungen, Vorkenntnissen und Positionen der Teilnehmenden, vor allem um Grundlagen zu stereotype Bilder, Rassismus und Kolonialismus gehen. Im Zeitraum Juni und Juli sollen die Teilnehmenden in Gruppen auf der Grundlage der Erfahrungen aus dem ersten Blockseminar eigene überschaubare Projekte bzw. Aktionen zum Themenfeld planen und durchführen, welche die Grundlage für die Prüfungsleistung darstellen. Die Seminarleitenden stehen dabei beratend zur Seite. Im zweiten Blockseminar werden die behandelten Themen weiter vertieft. Mit Blick auf Studium und Berufsperspektiven sollen Handlungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Zudem werden die Projekte / Aktionen der Teilnehmenden gemeinsam besprochen und ausgewertet.


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