Zusammenarbeit Entwickeln.

In den bisherigen Semestern haben wir uns auf wöchentlicher Basis im ersten Jahr mit wechselnden Themen beschäftigt, sowie letztes Jahr Themen unter dem Stichwort „Migration“ diskutiert. Die Ergebnisse stehen dieses Semester als Grundlage zur Verfügung. Aus diesen Themen sowie möglichen Ergänzungen können wir dieses Semester einen Kurs zur „Entwicklungszusammenarbeit“ zusammenstellen.

Entwicklungspolitik, Entwicklungshilfe, Entwicklungszusammenarbeit oder auch die Internationale Zusammenarbeit sind Schlagworte, die unterschiedlich konnotiert werden sowie als Container für eine unendliche Fülle von Themen herhalten müssen. Viele Teilnehmende in dem letzten Semester haben sich daher von der Projektwerkstatt „Zusammenarbeit Entwickeln“ einen Überblick über die Breite der Themen erhofft mit der sie dann etwas entwickeln können. Dazu wollen wir Euch dieses Semester einladen. Neben einem professionellen Workshop von Anti-Rassismus-Trainern („Koloniale Spuren“) können wir uns verschieden weiteren Aspekten widmen:

  • Post-Kolonialismus
  • Evaluierungsforschung
  • (Neo-) Kolonialismus
  • Entwicklungsökonomie
  • Idee Fair Trade | Aid for Trade | Europäische Handelspolitik
  • Konzept „Entwicklung“ | unterschiedliche Entwicklungsstrategien
  • Migrationspolitik auf EU und Mitgliedsstaaten-Ebene
  • Entwicklungen in der Entwicklungspolitik (west-)europäischer Staaten
  • Mikrokredite
  • Fluch der Entwicklungshilfegelder (=engl. „official development aid“ - ODA)
  • Korruption
  • Eure Vorschläge

Die Liste deutet bereits an, wieso „Entwicklungspolitik“ oder „Internationale Zusammenarbeit“ sowohl spannend wie herausfordernd ist. Globale Zusammenhänge, diverse Abhängigkeiten zwischen den Themenbereichen und zwischen den Beteiligten. In welcher Weise sich einem Thema bzw. Aufgabe am besten genähert wird, kann individuell festgelegt werden. An der Uni wird meistens etwas analytisch aufgearbeitet und eine Vorstellung von einem Thema entwickelt. Nach dem Semester können mit gewonnen Ideen hoffentlich eigene Projekte und Initiativen gestartet werden. Wer bereits aktiv ist, kann sich fortbilden. Wer noch sucht, Kontakte knüpfen und Handlungsbereiche kennen lernen. Für diesen Prozess können bis zu 6 Leistungspunkte erworben werden. Neben der regelmäßigen Teilnahme, muss dafür eine abschließende Arbeit angefertigt werden, die je nach Thema unterschiedlich gestaltet werden kann.

Im Sommersemester 2014 werden wir ein neues Format der Lehre ausprobieren. Wir treffen uns intensiv an einigen Tagen im Semester. Das heißt: Nicht jede Woche für eine Session, sondern ein Mal im Monat, dafür aber immer mindestens einen ganzen Tag. Dadurch erhoffen wir uns eine intensivere Auseinandersetzung mit den Inhalten.

Weiterhin wird das Sommersemester inhaltlich zweigeteilt. Zum einen wird es einen Entwicklungspolitik/Entwicklungszusammenarbeit Kurs geben. Hier beschäftigen wir uns intensiv mit diversen Konzepten und hinterfragen diese kritisch! Bringt eigene Ideen und Inhalte mit ein! Weitere Inhalte und Möglichkeiten dieses Kurses stehen oben aufgelistet. Die Termine dieses Kurses sind an den Samstagen und evtl. auch den einen oder anderen Sonntag:

  • 26. April 2014
  • 17. Mai 2014
  • 14. Juni 2014 - Raum: FH1018 an der TU-Berlin (10.OG, Frauenhoferstraße 33-36, 10587 Berlin)
  • 21. Juni 2014

Methoden Es gibt keine Standardvorgehensweise bei dem Seminar. Ihr müsst mindestens einen Teil des Seminars vorbereiten und erhaltet dabei gerne Unterstützung! Es gibt diverse Literatur, sodass pro Sitzung bzw. pro Thema z.B. eine Einführung anhand eines Textes gegeben werden kann (→ Zugriff auf die Literatur erhaltet ihr dann noch). Neben klassischem Input-Vorträgen, Diskussionen und Arbeitsgruppen, können Projekte und Initiativen analysiert werden (Mikrokredit-Verein; Forschungsinstitute zur Evaluation der EZ; Arbeit kleiner NGOs; Arbeit kirchlicher NGOs; GIZ-Projekte; Geschäftsmodelle von Social-Entrepreneurs im der ländliche Elektrifizierung; Fair-Trade-Kooperativen, etc…). Welcher Fokus (nötige Entwicklungen in Deutschland/ Europa oder in einem Dritt-Staat; lokal/regional/national/kontinental/ global; Zivilgesellschaftliche oder Staatliche EZ) gewählt wird, kann individuell nach Thema und eigenen Präferenzen festgelegt werden.

Am ersten Termin, am 26. April, werden u.a. alle Anforderungen, Inhalte und Rahmenbedingungen besprochen. Du kannst für die Teilnahme an diesem tu project 3 oder 6 Leistungspunkte für dein Studium erhalten. Es ist offen für alle Fachrichtungen aller Berliner Hochschulen oder sonstige Interessierte. Auch Nicht-Studierende und Leute aus der Praxis können sehr gerne teilnehmen, können allerdings keine Leistungspunkte erhalten. Bitte meldet euch bei uns per E-Mail (kontakt[ät]zusammenarbeit-entwickeln[punkt]de) an, damit wir einen Überblick bekommen. Wir schreiben euch dann die Einzelheiten, inkl. die Zeiten und den Treffpunkt.

Der zweite Teil in diesem Sommersemester 2014 wird ein verlängerter Workshop mit dem Titel „Koloniale Spuren“ sein. Einige Elemente aus dem Blockseminar „Technik: Schwarz-Weiß?“ werden auch in diesem Workshop mit einfließen. Dieser Workshop hat schon einige Male an der TU Berlin erfolgreich stattgefunden, weitere inhaltliche Informationen gibt es hier: Workshops.

Dieser Workshop wird an dem Wochenende 31. Mai und 01. Juni 2014 stattfinen. Hierfür können leider keine ECTS-Leistungspunkte vergeben werden. Bitte meldet euch auch für diesen Workshop bei uns per E-Mail (kontakt[ät]zusammenarbeit-entwickeln[punkt]de).

Außerdem gibt es begleitend immer die Ringvorlesung Entwicklungspolitik: dienstags zwischen 18.00 und 20.00 Uhr im Raum H 1028 der TU Berlin. Hier ist das komplette Programm als PDF: http://sid-berlin.de/files/Programm_Ringvorlesung_Entwicklungspolitik_SS14_0.pdf

** (Stand 17.04.)


Schreibt uns: kontakt {ät} zusammenarbeit-entwickeln.de